Blätter für klassische Homöopathie

Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Klassische Homöopathie

Abstriche von der Wirksamkeit homöopathischer Behandlung:
Im „Strahlennebel“ von Mobilfunkantennen

von Renate Schweyen-Ott

Darstellung einer aktuellen Problematik, vorgetragen anlässlich des 8. Therapeutengesprächskreises im Juni 2002 in Moos am Bodensee, zusammen mit Koreferent Siegfried Zwerenz von der Bürgerwelle e.V., Tirschenreuth.

Einleitung

Ein Experte vom Bund Naturschutz (BUND), „Arbeitskreis Elektrosmog“, meinte vor kurzem: Wie eine Atombombe aussieht weiß jeder, die neuen Waffen sind und sehen aus wie Antennen.

Bild 1: Strahlung nein danke! (siehe Naturheilpraxis 5/2003)

Im BUND-Magazin Natur+Umwelt (2/2002, S. 13) schreibt der Energieexperte Ludwig Trautmann-Popp:

"Noch weiß niemand genau, wie schädlich Mobilfunk-Strahlung für den Menschen ist. Die gesetzlichen Grenzwerte jedenfalls sind zur Abwehr der befürchteten Gesundheitsschäden völlig untauglich. Aus technischer Sicht geradezu absurd hoch, stehen sie der Suche nach vernünftigen Lösungen sogar im Weg."

In der Auseinandersetzung um die Mobilfunkstrahlung geht es nicht, wie der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf suggeriert, um alles oder nichts. "Jeder will ein Handy, keiner will eine Antenne", das ist nicht die tatsächliche Alternative. Denn es geht darum, die Strahlenbelastung so niedrig wie möglich zu halten, ohne dass der Handyempfang beeinträchtigt wird. Derzeit sind der Strahlenbelastung nach oben praktisch keine Grenzen gesetzt. 9 Millionen Mikrowatt pro Quadratmeter als Grenzwert, das ist ungefähr so, als würde man die Lichtgeschwindigkeitsbeschränkung für Autofahrer einführen.

Handys müssen schon ab 0,005 Mikrowatt/qm einwandfrei funktionieren. Dies eröffnet einen geradezu gigantischen Spielraum, die Senderleistung zu reduzieren, ohne das Mobiltelefonieren zu gefährden. In Tiefgaragen, Zugabteilen und U-Bahnschächten sind längst Verstärker angebracht, so dass der oberirdische Mobilfunksender es gar nicht nötig hat, mit seiner eigenen Sendeleistung bis in diese abgeschirmten Räume vorzudringen.

Um die ausgefallenen Wünsche einiger weniger Telefonierer zu erfüllen, dürfen nicht alle anderen unter unnötiger Strahlungsbelastung leiden. Leider hat die Bundesregierung den immens hohen Grenzwert übernommen. Es wäre viel vernünftiger, auf Gesundheitsorganisationen oder Ärzte zu hören.

Untersuchungen der Telekom und des Bayerischen Umweltministeriums zeigen, dass bereits bei einer Strahlenbelastung von einigen Mikrowatt/qm gesundheitsschädliche Effekte auftreten. Die Bundesärztekammer fordert einen Vorsorgewert von 1000 Mikrowatt/qm. Im Land Salzburg wird dieser Wert seit vielen Jahren eingehalten. Messungen vor Ort, wie sie etwa die Kreisgruppe Fürth des Bundes Naturschutz durchgeführt hat....machen auch die Mitbürger aufmerksam, die bisher dachten, bei ihnen gebe es keine Strahlenbelastung. Die Diskussion vor Ort kann sich auf belegbare Erkenntnisse stützen und damit konkreter geführt werden.

Dieses brisante Thema können wir getrost unter ein Motto stellen, wie es z.B. in der weisen Erkenntnis des Verhaltensforschers Konrad Lorenz zum Tragen kommt, der einmal darauf hinwies, dass fast jede Einrichtung, die dem Menschen scheinbare Erleichterung verschafft, ihn in paradoxer und entsetzlicher Weise in sein Verderben führe.

Es sei hier nur einer der bereits zahlreichen Betroffenen aus den Fallsammlungen der Bürgerwelle e.V. und ähnlicher Initiativen mit seinem Leid vorgestellt; in einem Brief an die Schwestern eines bayerischen Klosters, die eine Mobilfunkantenne auf dem Dach eines Gebäudes auf ihrem Anwesen anbringen ließen, schreibt der dadurch in den Strahlennebel geratene Leidtragende am 2. Jan. 02:

„...es ist zu Ende, ich kann nicht mehr. Wieder werde ich morgens um 4.00 von einem zwischenzeitlich gellend gewordenen Ohrenpfeifen und einem Kopfschmerz, als wie von einem Hammer getroffen, geweckt.
Ich bin zum Schlafen mit dem Auto in Funklöcher geflüchtet, habe wegen hereinbrechender Kälte in Ruinen geschlafen und habe es, nachdem es dort auch zu kalt wurde, wieder zuhause versucht, indem ich die Fenster mit speziellen Edelstahl-Abdeckfolien der Fa. Wedra "verriegelte und verrammelte". Dies half genau drei Wochen und jetzt scheint die dadurch abgemilderte Dosisleistung in meinem Körper wieder überschritten zu sein, weil ich wieder pünktlich ab 4.00 o.g. Beschwerden habe.
Um auszuschließen, dass es vielleicht "nur" an mir selbst liegt, habe ich mich von Kopf bis Fuß untersuchen lassen (u.a. auch Gehirnspintomographie, neurologische Untersuchungen, Untersuchungen beim Hausarzt und U. beim Arbeitsmedizinischen Institut der LMU München.) Einhelliger Befund: organisch messbar "mehr als gesund" nicht messbar aber die Nervenzellen mit ihrem – gottlob – wohl noch ausgeprägten Frühwarnsystem (was in unseren Landen leider aber bei ca. drei Mio. weiteren Einwohnern bereits in eine Volkskrankheit der Elektrosensibilität mündete).
In zahllosen praktischen Vergleichen konnte (musste) ich an mir das gleiche Phänomen, wie es bei den Rindviechern des Bauern von Schnaitsee auftrat, feststellen: bin ich den Mobilfunkimmissionen dauerhaft ausgesetzt, so rebellieren meine Nerven, bin ich für nur 12 Std. aus der Zone, so habe ich Ruhe....
Wer hier wie und wo auf MF-Immissionen reagiert, hängt, ähnlich der Exposition atomarer Strahlung, davon ab, wie stark und wie lange die Person dem ausgesetzt ist (bei mir rund um die Uhr, nachdem ich im Hause lebe und arbeite) und wie viele Quellen auf die Person einwirken. ...“

Sofern die Schwestern es – entgegen ihren früheren Versprechungen – nicht fertigbrächten, ihren Mobilfunk-Masten bis zum 7. Feb. 02 „schweigen zu lassen“, so führt der Betroffene aus, würde er aus der römisch-katholischen Kirche austreten, weitere Austritte mit initiieren und darüber ein Schreiben an den Papst richten. Und – er empfiehlt den Schwestern, in die „5. Prophezeiung unserer Lieben Gottesmutter Maria“ hineinzuschauen, in der u.a. sinngemäß zu lesen sei:

„Die Menschen werden Ärzte und Wissenschaftler jagen, wie ehemals die reißenden Wölfe, wenn sie erkennen werden, was sie mit ihnen angesellt haben.“

Diese Zeilen mögen ein Beweis dafür sein, wie hochgradig die Verzweiflung dieses gläubigen Menschen bereits war.

Entsprechung der Thematik bei Hahnemann

Für moderne Problemkreise lassen sich bei Hahnemann erstaunlicherweise nicht selten Entsprechungen finden. Diese möchte ich hier aufspüren.

In § 109 seines Organon der Heilkunst spricht er von der

„großen, Menschen beglückenden Wahrheit, dass bloß durch homöopathischen Gebrauch der Arzneien die einzig gewisse Heilung der Krankheiten der Menschen möglich sei...“

Diese Gewissheit der Heilung mit der reinen Homöopathik unterstreicht Hahnemann mit einem Vergleich aus der Geometrie; die Heilung ist so gewiss,

„so wenig ... zwischen zwei gegebenen Punkten mehr als Eine gerade Linie zu ziehen möglich ist.“ (§ 109, Fußnote 1)

Diese Gewissheit wird auch in § 111 angesprochen, wo von ewig wirkenden Naturgesetzen die Rede ist, nach denen gewisse, zuverlässige Krankheitssymptome im gesunden Körper durch die Arzneistoffe zu erzeugen sind, von denen sich dann bekanntlich die Gewissheit ihrer Heilung beim Kranken nach dem Ähnlichkeitsprinzip herleitet.

Meine Frage ist nun: Kann diese Gewissheit eventuell durchkreuzt werden, durch den Strahlennebel von Mobilfunkantennen etwa, in den wir immer mehr, vor allem in Ballungsräumen, geraten? (Er stellt ein Phänomen des sog. Elektrosmogs dar, aber von einer bis dato noch nicht dagewesenen Größenordnung!)

Mit Hahnemanns Worten: Inwieweit kann dieser Strahlennebel ein Heilhindernis darstellen, das wir vorerst zumindest nicht aus dem Weg räumen können, dem wir nicht entkommen können, da

„die rechtlichen Handlungs- und Gestaltungsspielräume... allerdings nahezu gegen Null gehen“?

(Zitiert aus einem Antwortschreiben des Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München vom 10.4.02 an die Verf. dieses Artikels).

Wird bei richtigem homöopathischen Vorgehen die Besserung nicht erreicht,

„so ist dies ein gewisses Zeichen, dass die die Krankheit unterhaltende Ursache noch fortwährt und dass sich in der Lebensordnung des Kranken oder in seinen Umgebungen ein Umstand befindet, welcher abgeschafft werden muss, wenn die Heilung dauerhaft zu Stande kommen soll.“ (§ 252 Organon; Hervorhebungen durch d. Verf.)

Wir wissen, dass eine derartige unterhaltende Ursache nach Hahnemanns Lehre ein chronisches Miasma sein kann, worüber wir hier nicht sprechen wollen, sondern über einen möglichen Umstand in unseren Umgebungen. Hahnemann nennt etwa in § 240 die Sumpfgegend als Beispiel für einen solchen Umstand, der die Heilung des Wechselfiebers verhindert. Der Sumpfgegend kann man ggf. entkommen, dem „Strahlen-Nebel“ nicht. (Ähnliches besagt § 255, wo ebenfalls von „andern, die Besserung hindernden Umständen“ die Rede ist.)

In § 259 spricht Hahnemann von der feinen Gabe, die durch fremdartig arzneilichen Reiz überstimmt werden, verlöschen, oder auch nur gestört werden könnte. In unserem Fall haben wir es nicht mit einem fremdartig arzneilichen Reiz, sondern mit einem fremdartig physikalischen zu tun, nämlich mit niederfrequent gepulsten Hochfrequenz-Strahlen.

(Vgl. auch § 260 + FN, § 156, § 207 „künstliche Verderbnisse“; § 208 weitere Heilhindernisse; § 77 „vermeidbare Schädlichkeiten“ bieten ein mit den chronischen Krankheiten oft verwechseltes Krankheitsbild, das aber keine echte chronische Krankheit darstellt, der, wie wir wissen, ein chronisches Miasma, meistens die Psora, zugrunde liegt.)

In welchen Teufelskreis geraten wir, wenn durch Mobilfunk hervorgerufene Symptome das Geschehen überlagern? Können wir dann die Wirkung einer homöopathisch eingesetzten Hochpotenz überhaupt noch lege artis überwachen? Die bisher aufgeführten Symptome bei Mobilfunk-Geschädigten im In- und Ausland sind Legion; die Schwerpunkte stellen Dauermüdigkeit, Schlaflosigkeit, Abwehrschwäche, Blutdruckspitzen, Tumorbildung bis hin zu Krebs dar. (Auch Demenz durch Prionenbildung im Gehirn wird diskutiert.)

„Er (der Arzt als echter Heilkünstler) ist zugleich ein Gesundheit-Erhalter, wenn er die Gesundheit störenden und Krankheit erzeugenden und unterhaltenden Dinge kennt und sie von den gesunden Menschen zu entfernen weiß.“ (Organon, § 4)

Beim Mobilfunk muss der Homöotherapeut aber in all diesen von Hahnemann angesprochenen Punkten die Segel streichen! Denn der Mobilfunk – in seiner jetzigen Form – kann die Gesundheit stören, Krankheit erzeugen und sie unterhalten! Und er kann nicht entfernt werden! Und er findet eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung – noch – aus Unkenntnis und aufgrund noch zu wenig Erfahrung am eigenen Leib.

Der gepulste Strahlen-Nebel, der auf den Organismus regelrecht „einhämmert“ (wie dies Siegfried Zwerenz mit einem entsprechenden Gerät in praxi für alle Teilnehmer hörbar machen konnte), kann verglichen werden mit Hahnemanns „dynamischem Einfluss, dynamischer Kraft eines krankmachenden Agens.“

Er erklärt, was er darunter versteht, in § 11, FN 1: ... Es handelt sich um eine Kraft, die „unsere Sinne nicht wahrnehmen“, die „nicht durch materielle Werkzeuge, nicht durch mechanische Veranstaltungen, wie menschliche Werke“ auffällt, es ist „kein Zusammenhang zwischen Ursache und Erfolg zu erkennen.“ Hahnemann bringt den Vergleich mit der Kraft eines Magnetstabes; „Man sieht, daß das Stück Eisen von einem Pole des Magnetstabes angezogen wird, aber wie es geschieht, sieht man nicht.“ Es bedarf keines materiellen Hilfsmittels, wie etwa eines Hakens oder Hebels, um das Stück Eisen oder eine Stahlnadel ohne Berührung mit dem Magnetstab anzuziehen; eine derartige „immaterielle, unsichtbare, geistartige Kraft“ nennt er „dynamisch“.

Hier geben Hahnemanns Erklärungen für uns einen wichtigen Hinweis: Weil man das WIE nicht sieht, d.h. wie Mensch und Tier durch Mobilfunk erkranken, wird das DASS, d.h. dass wir krank werden können, geleugnet (zumindest von offizieller Seite).

Fragen tun sich auf: Wird die Dynamis unserer Lebenskraft nachhaltig gestört? Wird die Dynamis der geistartig gemachten Arznei, also unserer Hochpotenzen gestört? Moderner ausgedrückt: wird die Informationsübertragung durch die homöopathisch eingesetzten Hochpotenzen unterbunden, unterlaufen, abgeschwächt?

Hahnemann benützt nicht unseren modernen Begriff der Information, gibt aber in der besagten Fußnote (Organon, S. 71, letzter Absatz) eine hervorragende Beschreibung dafür:

„Es sind nicht die körperlichen Atome dieser hoch dynamisierten Arzneien noch ihre physische oder mathematische Oberfläche..., vielmehr liegt unsichtbarer Weise in dem so befeuchteten Kügelchen oder in seiner Auflösung eine aus der Arznei-Substanz möglichst enthüllte und frei gewordene, spezifische Arzneikraft, welche schon durch Berührung der lebenden Thierfaser auf den ganzen Organism dynamisch einwirkt (ohne ihm jedoch irgend eine, auch noch so fein gedachte Materie mitzutheilen) und zwar desto stärker, je freier und immaterieller sie durch die Dynamisation geworden war.“ (Unterstreichung durch d. Verf.)

WIE und WO haben wir uns die Schädigungen vorzustellen?

Die Leistungsflussdichten der niederfrequent gepulsten Hochfrequenzsignale, die von den Mobilfunkantennen ausgesandt werden, sind getaktet auf 217 Hz = 217 Impulse /sec.

Es kann dabei zum Angriff kommen auf:

– die Biomembranen mit ihren Permeabilitäts- und Transporteigenschaften; an den Zellmembranen findet einmal der primäre aktive Transport statt (man denke an die Na-K-Pumpe) und zum anderen der sekundäre aktive Transport (etwa von wichtigen Metaboliten, wie Aminosäuren oder Zuckermoleküle);

– die Zellorganellen, etwa die Mitochondrien, die für die Zellatmung verantwortlichen sog. Kraftwerke der Zellen, wo die ATP-Synthese stattfindet, also das ‘Zell-Benzin’ hergestellt wird;

Enzyme, etwa die Atmungsfermente;

– die DNS, den genetischen Bauplan also, und die verwandten Strukturen, wie m-RNS und t-RNS und die damit verbundenen komplexen Vorgänge der Transkription und der Translation im Rahmen der Proteinsynthese;
s. Bild 2 (siehe Naturheilpraxis 5/2003): Transkription - Translation

– die komplexen Vorgänge der Zellteilung, sowohl von Körper- als auch von Geschlechtszellen, also die Vorgänge von Mitose und Meiose;

– ja sogar auf die Gefäß-Hirn-Schranke, die dann für Schadstoffe oder Mikroorganismen durchlässig wird, die sie sonst zurückhält.

Derartige Angriffe lassen zum Beispiel Ereignisse verständlich werden, wie sie sich auf einem oberbayerischen Bauernhof zugetragen haben, dessen Weide-Umfeld seit einiger Zeit durch eine MF-Antennnenanlage unter "Beschuss" stand; es war plötzlich zu immer mehr Missbildungen beim Vieh gekommen, u.a. wurde ein Kalb mit zwei Köpfen und fünf Läufen geboren. Man könnte solche Angriffe metaphorisch betrachtet als den Orkan „Lothar“ in den zellulären Räumen und molekularen Strukturen der Zellen verstehen.

Wir müssen bei der Einwirkung dieser gepulsten Signale auf unseren Organismus von einer Störung der Bioelektrizität ausgehen, also der elektrophysiologischen Funktionsgrundlage von Sinnes-, Nerven- und Muskelzellen, die auf der Erzeugung, Weiterleitung und Verarbeitung von elektrischen – also Informationen enthaltenden – Impulsen beruht. Durch die gerade angesprochenen Eigenschaften der Membranen wird eine ungleiche Ionenverteilung d.h. Ladungsverteilung zwischen Zellinnerem und umgebenden Medien aufrechterhalten. Intrazellulär haben wir eine niedrigere Na-Ionen-Konzentration als im Extrazellulärraum, die mit Hilfe von Energie, der ATPase, aufrechterhalten wird. Diese ungleiche ionale Ladungsverteilung führt zu einem Membranpotential, das als sog. Ruhepotential (d.h. im Stadium der Nichterregung einer Zelle, der Ruhe also) einer Bandbreite von 60 bis 90 mV entspricht und ein elektrochemisches Gleichgewicht zwischen dem intra- und extrazellulären Raum herstellt.

Zur Weiterleitung und Verarbeitung von Information über das „Nachrichtennetz“ Nervensystem werden Potentiale entlang der Membranen ab- und wieder aufgebaut: das sind die sog. Aktionspotentiale, durch die die Membranen ihre Permeabilität verändern. Es kommt dabei immer wieder zur Umkehrung der Ladungsverhältnisse an der Membran: bei der Abnahme des Ruhepotentials spricht man von Depolarisation, d.h., die im Ruhezustand elektrisch negative Innenseite wird positiv und die positive Außenseite wird negativ. Die erneute Rückkehr zum Ruhepotential wird als Repolarisation bezeichnet.
Diese dauernden Wechsel zwischen Ruhe- und Aktionspotentialen können gemessen und abgeleitet werden; man denke etwa an das EKG oder das EEG usw.

Wenn die entsprechenden Leistungsflussdichten der Mobilfunkantennen Computer zum Absturz bringen können und zu ihrem Schutz davor bereits Unsummen (bekannt wurden 25 Mio. DM) ausgegeben werden mussten, was richten sie dann – so können wir fragen – in biologischen Systemen an? Die vielfältigen, z.T. schwerwiegenden Symptome und Beeinträchtigungen sprechen eine eindrucksvolle Sprache in Form von bereits vorliegenden Kasuistiken der MF-Geschädigten (Mensch und Tier).

Dieser Beitrag wird in der nächsten Ausgabe fortgestzt mit: Was passiert mit unseren Hochpotenzen?

Literatur:
– Samuel Hahnemann, Organon der Heilkunst, 6. Auflage, 1987, Haug Verlag, Heidelberg.
– Natur + Umwelt, Bund Naturschutz Magazin, Heft 2/2002.
– Jürgen Strube, Peter Stolz, Elektromagnetische Strukturabbilder (EMSA) als ein Wirkprinzip der Informationsübertragung bei der Potenzierung von Arzneien. In: Biol. Med. 1999; 28 (6); 294-303. Aurelia-Verlag Baden-Baden.
– DIE ZEIT, Nr. 7, S. 66, v. 7.2.2002; ZEIT Spezial, Mobile Kommunikation: Die Zukunft hat vier Knöpfe.
– Info-Paket der Bürgerwelle e.V., Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog, Risiko Mobilfunk, Vorbeugen statt leiden! Zu beziehen unter: S. Zwerenz, Tel. 09631-795736; Fax: 09631 – 795734. Unter diesen Nummern können auch folgende Info-Faltblätter (Verpackungseinheit 250 Stück) bestellt werden:
– „Risiko Mobilfunk“
– „Handy ...? Mensch, wenn ich das gewusst hätte!“
– „Schnurloses DECT Telefon...? ...der eigene Mobilfunksender im Haus!“
Des weiteren die
– Kritik der ICNIRP-Richtlinien von Dr. Neil Cherry
– Sowie Mitgliedsantragsformulare zur Aufnahme als förderndes Mitglied der Bürgerwelle e.V.
Es geht um unser aller Gesundheit!

Literaturhinweise erfolgen auch am Schluß des Beitrags noch einmal

Anschrift der Verfasserin:
Dr. phil. Renate Schweyen-Ott
Heilpraktikerin
Georgenstr. 118
80798 München



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